Warenkorb 0

Congratulazioni! Il tuo ordine ha diritto alla spedizione gratuita Sie sind 45 € von kostenlosem Versand entfernt.
Apparentemente non abbiamo scorte sufficienti di questo prodotto.

Privatkunde
Geschäftskunde
Bitte geben Sie eine gültige USt-IdNr. ein.
Subtotale Gratis
Spese di spedizione, imposte e codici sconto vengono calcolati in fase di pagamento

Taxifolin – was passiert, wenn oxidativer Stress die Zelle erreicht?

Lärche als natürliche Quelle von Taxifolin

Ein weniger bekanntes Flavonoid im Fokus der Zellforschung

Sonne gehört für viele von uns zu den schönsten Seiten des Sommers. Für unseren Körper bedeutet intensive UV-Strahlung gleichzeitig zusätzliche Arbeit.

Denn UV-Strahlung kann die Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen in unseren Zellen erhöhen.¹ Diese Verbindungen entstehen auch bei ganz normalen Stoffwechselprozessen und sind keineswegs grundsätzlich schädlich. In kontrollierter Menge übernehmen sie wichtige Aufgaben, beispielsweise bei der Kommunikation zwischen unseren Zellen. Unser Körper verfügt deshalb über eigene antioxidative Schutzsysteme, die dabei helfen, diese Prozesse im Gleichgewicht zu halten.

Entscheidend ist die Balance. Entstehen über längere Zeit mehr reaktive Verbindungen, als unsere Schutzsysteme ausgleichen können, verschiebt sich dieses Gleichgewicht. Wir sprechen von oxidativem Stress – einem Thema, das gerade im Sommer zusätzliche Relevanz bekommt, weil intensive UV-Strahlung oxidative Prozesse verstärken kann.¹

Damit stellt sich eine spannende Frage: Welche schützende Rolle können sekundäre Pflanzenstoffe in diesem komplexen Zusammenspiel einnehmen?

Besonders interessant dabei sind sogenannte Flavonoide. Innerhalb dieser großen Stoffgruppe rückt der bislang deutlich weniger bekannte Vertreter Taxifolin zunehmend in den Fokus.

Taxifolin – von der Lärche in die Forschung

Taxifolin, auch Dihydroquercetin genannt, ist chemisch eng mit dem bekannten Quercetin verwandt. Kleinere Mengen kommen unter anderem in Zwiebeln, Äpfeln und verschiedenen Zitrusfrüchten vor. Besonders reich an Taxifolin ist jedoch das Holz bestimmter Nadelbäume wie das der Dahurischen Lärche.²

Was Taxifolin so interessant macht, liegt in seiner chemischen Struktur. Sie ermöglicht es dem Flavonoid, mit reaktiven Molekülen zu interagieren. Genau deshalb wird Taxifolin seit einigen Jahren verstärkt im Zusammenhang mit oxidativem Stress, Zellschutz und entzündungsbezogenen Prozessen untersucht.³

Und einige Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert.

Was passiert, wenn oxidativer Stress die Zelle erreicht?

In einer Untersuchung aus dem Jahr 2020 arbeiteten Wissenschaftler mit menschlichen Endothelzellen – jenen Zellen, die die Innenseite unserer Blutgefäße auskleiden.⁴

Diese Zellen wurden gezielt oxidativem Stress ausgesetzt. Anschließend wurde untersucht, was sich verändert, wenn Taxifolin hinzukommt.

Dabei zeigte Taxifolin einen klaren schützenden Effekt. Entzündungsbezogene Signalwege wurden abgeschwächt, Prozesse des Zellschadens günstig beeinflusst und die durch die Belastung verstärkte Anhaftung von Immunzellen an die Endothelzellen reduziert.⁴

Die Ergebnisse sprechen damit dafür, dass Taxifolin unter diesen experimentellen Bedingungen dazu beitragen kann, zelluläre Schäden und entzündliche Reaktionen abzumildern.⁴

Weniger oxidative DNA-Schäden

Eine weitere Untersuchung an menschlichen Blutzellen ging noch einen Schritt weiter.⁵

Die Zellen wurden mit Wasserstoffperoxid gezielt oxidativem Stress ausgesetzt – einer Belastung, die zu Schäden an der DNA führen kann.

Taxifolin verringerte die Zahl der Zellen mit oxidativ bedingten DNA-Schäden signifikant. Dieser Effekt zeigte sich bei allen untersuchten Taxifolin-Konzentrationen.⁵

Besonders interessant: Auch nachdem die oxidative Belastung bereits stattgefunden hatte, nahm der gemessene DNA-Schaden unter Taxifolin stärker ab als in den entsprechenden Kontrollzellen.⁵

Natürlich handelt es sich hierbei um eine Untersuchung außerhalb des menschlichen Körpers. Sie zeigt aber sehr anschaulich, warum Taxifolin im Zusammenhang mit oxidativem Zellstress und dem Schutz empfindlicher Zellstrukturen wissenschaftlich so interessant ist.

Von der Zelle zum Menschen

2023 wurde Taxifolin schließlich in einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Crossover-Studie bei gesunden jungen Erwachsenen untersucht.⁶

Die Teilnehmer erhielten zu unterschiedlichen Zeitpunkten entweder taxifolinhaltige Lebensmittel oder ein Placebo, ohne zu wissen, welche Variante sie gerade bekamen.

Anschließend wurden unter anderem geistige Leistungsfähigkeit, subjektiv empfundene mentale Ermüdung und Veränderungen der Genaktivität im Blut untersucht.

Nach der Einnahme von Taxifolin lösten die Teilnehmer bestimmte Rechenaufgaben besser und empfanden weniger mentale Ermüdung als nach dem Placebo.⁶

Gleichzeitig zeigten sich Veränderungen der Genaktivität. Unter anderem nahm die Expression von Genen zu, die mit der Verarbeitung und Beseitigung körperfremder Substanzen sowie Teilen der angeborenen Immunantwort in Verbindung stehen.⁶

Damit liefert die Studie einen besonders spannenden Hinweis: Taxifolin zeigt nicht nur in Zellmodellen interessante antioxidative Effekte. Auch nach einer einmaligen Aufnahme ließen sich beim Menschen messbare Veränderungen beobachten.

Taxifolin im Kontext einer bewussten Ernährung

Oxidative Prozesse müssen wir nicht verhindern. Sie gehören ganz natürlich zu unserem Körper und erfüllen dort wichtige Funktionen.

Interessant wird vielmehr, wie gut unser Organismus mit zusätzlicher oxidativer Belastung umgehen kann und welche Rolle sekundäre Pflanzenstoffe innerhalb einer abwechslungsreichen Ernährung dabei spielen können.

Besonders interessant wird der Blick auf die oxidative Balance in Phasen, in denen unser Körper zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, beispielsweise:

  • bei intensiver UV-Exposition in den Sommermonaten
  • in körperlich besonders aktiven Phasen
  • bei hoher alltäglicher Belastung
  • wenn oxidativer Stress stärker in den Fokus rückt
  • wenn die Ernährung bewusst um sekundäre Pflanzenstoffe ergänzt werden soll

Taxifolin ist damit wissenschaftlich nicht wegen eines einzelnen isolierten Effekts interessant.

Seine Besonderheit liegt vielmehr darin, dass es an einem grundlegenden biologischen Thema untersucht wird: dem Umgang unserer Zellen mit oxidativer Belastung.

Und genau dort zeigen die bisherigen Untersuchungen interessante Signale – von oxidativen DNA-Schäden und zellulären Stressreaktionen bis hin zu ersten Ergebnissen zur mentalen Ermüdung beim Menschen.⁴⁻⁶

Quellen

[1] Masaki H. Role of antioxidants in the skin: anti-aging effects. Journal of Dermatological Science. 2010;58(2):85–90.

[2] EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. Scientific Opinion on taxifolin-rich extract from Dahurian Larch (Larix gmelinii). EFSA Journal.

[3] Topal F, Nar M, Gocer H, et al. Antioxidant activity of taxifolin: an activity-structure relationship. Journal of Enzyme Inhibition and Medicinal Chemistry. 2016;31(4):674–683.

[4] Cao X, et al. A study on the protective effects of taxifolin on human umbilical vein endothelial cells and THP-1 cells damaged by hexavalent chromium: a probable mechanism for preventing cardiovascular disease induced by heavy metals. Food & Function. 2020;11(5):3851–3859.

[5] Živković L, et al. Antigenotoxic Effects of Biochaga and Dihydroquercetin (Taxifolin) on H₂O₂-Induced DNA Damage in Human Whole Blood Cells. Oxidative Medicine and Cellular Longevity. 2019.

[6] Shinozaki F, Kamei A, Shimada K, et al. Ingestion of taxifolin-rich foods affects brain activity, mental fatigue, and the whole blood transcriptome in healthy young adults: a randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover study. Food & Function. 2023;14:3600–3612.