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Bio Teufelskralle und ihr Einsatz in der Orthopädie

Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens ) zählt zu den Sesamgewächsen und gedeiht in der afrikanischen Savanne. Die Pflanze wächst in tiefgründigen Sandböden in Regionen mit eher spärlicher Vegetation. Der sonderbare Name Teufelskralle bezieht sich auf die Form der reifen, aufgesprungenen Samenkapseln.

Die Teufelskralle wurde erstmals während des Ersten Weltkriegs nach Deutschland gebracht und später auf ihre entzündungshemmenden und antiarthritischen Eigenschaften untersucht.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Wurzeln. Die Wurzeln der Teufelskralle enthalten Bitterstoffen, sog. Iridoidglykoside, wie das Harpagosid, das entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Es hemmt unter anderem die Cyclooxygenase-2 (COX-2) und die induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS), was zur Reduktion von Entzündungen beiträgt.

Der Extrakt aus den Teufelskrallenwurzeln wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schmerzstillend und abschwellend. Deshalb eignet er sich besonders zur Behandlung rheumatischer Beschwerden wie Arthrose sowie anderen degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats.

Die Teufelskralle weist dabei ein ähnliches Wirkungsspektrum wie synthetische Entzündungshemmer auf. Zudem scheint die Behandlung mit Teufelskrallenwurzel-Extrakten nach aktuellem Kenntnisstand ein geringeres Nebenwirkungsrisiko als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) aufzuweisen.

 

Dosierung

Empfohlen wird eine Tagesdosis von 50 bis 100 mg Harpagosid – d.h. also 4-6 Kapseln. Aus rechtlichen Gründen muss bei Supplements eine geringere Menge als Tagesverzehrempfehlung ausgewiesen werden. Dies gilt generell für Nahrungsergänzungsmittel und ist wichtig zu verstehen: Die empfohlene Tagesverzehrmenge ist i.d.R. immer so niedrig, dass keine physiologische Wirkung gegeben ist. Denn gäbe es eine, wäre es per Definition kein Nahrungs-, sondern ein Arzneimittel. Es obliegt daher dem mündigen Konsumenten, die für sich passende Dosierung zu wählen.

 

Studienlage

Klinische Studien haben u.a. gezeigt, dass die Einnahme von Teufelskrallenextrakten bei Patienten mit Hüft- und Knie-Osteoarthritis zu einer signifikanten Schmerzreduktion und verbesserten Gelenkfunktion führen kann. In einer Studie mit 122 Patienten führte die tägliche Einnahme eines Pulverextrakts mit 57 mg Harpagosid über vier Monate zu einer deutlichen Schmerzreduktion und einem verringerten Bedarf an nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).

Die folgenden Studien belegen die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung von Teufelskralle, insbesondere bei Rückenschmerzen und Arthrose:

 

1. Chrubasik et al. (1996) – Rückenschmerzen

Studie: Doppelblind-Studie mit Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen leiden.
Ergebnis: Eine signifikante Schmerzreduktion bei den Teilnehmern, die Teufelskralle-Extrakt erhielten, im Vergleich zur Placebo-Gruppe.


2. Chrubasik et al. (1999) – Arthrose-Behandlung

Studie: Randomisierte, kontrollierte Studie mit 89 Patienten mit Hüft- oder Kniearthrose.
Ergebnis: Verbesserung der Beweglichkeit und Schmerzreduktion nach 8 Wochen Teufelskralle-Extrakt (600 mg/Tag).


3. Wegener & Lupke (2003) – Vergleich mit NSAIDs

Studie: Vergleich von Teufelskralle mit konventionellen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs) bei Arthrose-Patienten.
Ergebnis: Teufelskralle zeigte eine vergleichbare Wirkung wie NSAIDs, aber mit weniger Nebenwirkungen.


4. Lecomte et al. (1992) – Rheumatoide Arthritis

Studie: Untersuchung der Wirkung von Teufelskralle auf rheumatische Erkrankungen.
Ergebnis: Moderate Verbesserung von Schmerzen und Beweglichkeit, jedoch nicht so stark wie bei konventionellen Rheuma-Medikamenten.


5. Chrubasik et al. (2002) – Meta-Analyse über Schmerzreduktion

Studie: Analyse mehrerer Studien zur Wirksamkeit von Teufelskralle bei chronischen Schmerzen.
Ergebnis: Nachweis einer signifikanten Schmerzlinderung bei Rückenschmerzen und Arthrose, besonders bei hohen Dosierungen (≥ 50 mg Harpagosid/Tag).


6. Gagnier et al. (2004) – Systematische Review über Pflanzenextrakte bei Arthrose

Studie: Systematische Analyse verschiedener pflanzlicher Präparate, darunter Teufelskralle.
Ergebnis: Teufelskralle zeigte eine gute Wirksamkeit gegen Schmerzen, mit einem ähnlichen Effekt wie leichte Schmerzmittel.

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